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27.11.2009
Berichte

Informationen zur Schuleingangsphase

Auszug aus der Broschüre des Senators für Bildung, Jugend und Schule zum Schuljahresanfang 2005.


Die Schulanfangsphase

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr ...“

Sicher kennen Sie dieses alte Sprichwort und seine Kernaussage, möglichst früh mit dem Lernen zu beginnen.

Mit diesem Schuljahr beginnt die frühere Einschulung. Wir senken damit das durchschnittliche Einschulungsalter von 6,7 Jahre auf 6,2 Jahre. Das hat zwei wesentliche Gründe:

Jüngere Kinder sind enorm lernfähig und lernfreudig, mehr als ältere. Wer früh beginnt, hat also einen optimalen Start. Wir wollen keine Bildungszeit verschenken, denn Bildungszeit ist Lebenszeit. Erfolgreiche Bildungsländer machen es uns vor; an diese wollen und müssen wir Anschluss gewinnen. Darin liegt ein weiterer Vorteil.

Derzeit treten deutsche Jugendliche im europäischen Vergleich spät in die Berufsausbildung ein und entsprechend spät starten sie als Berufsanfänger. Wir wollen aber, dass unsere Jugendlichen gleich gute Startchancen auf dem schnell zusammenwachsenden europäischen Arbeitsmarkt haben.

Wenn jüngere Kinder in die Schule kommen, muss sich die Schule verändern. Das tut sie.

Die Schulanfangsphase ist für alle gut

Schulanfänger sind keine Lernanfänger. Was die Kinder schon alles können, ist aber sehr unterschiedlich. Jedes Kind hat Stärken, jedes hat Schwächen - das war schon immer so. Kinder helfen Kindern und jedes ist einmal das Gebende und das Nehmende. Dabei geht es nicht nur um Wissen, sondern auch um persönliche und soziale Stärken.

Durch die diesjährige Einschulung von eineinhalb Jahrgängen ergibt sich eine Altersmischung. Die neue flexible Schulanfangsphase, die das 1. und 2. Schuljahr als eine Einheit sieht, nutzt das zum Wohl der Kinder: Wir wollen alle Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder ausschöpfen - so dass Neugier bleibt und Lernfreude wächst. Das Zusammenlegen der 1. und 2. Jahrgangsstufe zu einer jahrgangsübergreifenden Einheit ist allerdings erst ab dem Schuljahr 2007/2008 verbindlich; nur Schulen, die das möchten, beginnen damit bereits in diesem Schuljahr oder im Schuljahr 2006/2007.

Eines aber gilt schon jetzt für alle und damit auch für Ihr Kind: In der Regel werden die Kinder zwei Jahre in der Schulanfangsphase bleiben und anschließend in die Jahrgangsstufe 3 aufrücken. Sollte Ihr Kind aber besonders schnell lernen, kann es bereits nach einem Jahr in die 3. Klasse. Und wer länger braucht, kann auch ein drittes Schuljahr in der Schulanfangsphase lernen, denn kein Kind soll künftig Anfangsschwierigkeiten durch seine gesamte Schulzeit schleppen müssen. Dieses dritte Jahr wird übrigens nicht auf die allgemeine Schulpflicht angerechnet.

Der Vorteil dieser flexiblen Regelung in beide Richtungen ist: Jedes Kind kann seinem eigenen Lerntempo folgen, und trotzdem muss kein Kind die gesamte Lerngruppe wechseln oder zum Außenseiter werden, denn immer werden andere Kinder mitgehen oder mitbleiben.

Wann ein Kind reif für die Klassenstufe 3 ist, entscheidet die Klassenkonferenz aller Lehrkräfte, die in einer Klasse unterrichten - nach intensiver Beschäftigung mit jedem einzelnen Kind.

Quelle: Broschüre des Senators für Bildung, Jugend und Schule

Den vollständigen Text mit ausfühlichen Informationen zu den Änderungen in diesem Schuljahr finden Sie in der Broschüre des Senators für Bildung, Jugend und Schule: